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| Seit Urzeiten ist es ein Wunschtraum der Menschheit,
sich wie ein Vogel in die Lüfte zu erheben, um neuen Horizonten
entgegenzuschweben. Dank der aufopfernden Hingabe von unermüdlichen
Flugpionieren und der Aufwendung der neuesten technischen Errungenschaften ist dieser Traum für viele bereits
Wirklichkeit geworden. Leider ist der Segelflugsport immer noch mit
Vorurteilen belastet. "Gefährliche Spielerei" nennen es die Einen,
"luxuriöser Zeitvertreib" betiteln es die Anderen. Die Meisten davon haben
sich jedoch nicht näher mit diesem faszinierenden Sport befasst. |
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Das Ziel ist nicht klingender Erfolg; Segelfliegen braucht weder Großreklame
noch Massenpublikum. Allein, im tiefen Erleben der Natur, im Erfassen des
Zusammenwirkens von Land, Wind und Wetter, von Flügeln getragen, mit denen
man wie verwachsen ist, sich von den Aufwinden tragen lassen, hinauf zum
Spiel mit den Wolken, zum Flug in die Weite - das ist Segelfliegen,
Verwirklichung eines Traumes. Mehr und mehr entwickelte sich der Segelflug
in den letzten Jahren zu einem Sport für Alle. |
| Das Segelfliegen ein kostenaufwendiger Sport sei und demzufolge nur von
"Reichen" ausgeübt werden könne, trifft nicht zu. Segelfliegen kostet nicht
mehr als zum Beispiel Skifahren, Tennis, Reiten, Tauchen usw. Jeder, der die
gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt, der das nötige Gefühl, den
erforderlichen Fleiß und die spontane Bereitschaft zu kameradschaftlicher
Zusammenarbeit mitbringt, kann den Segelfliegerausweis erwerben. |
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Die Schulung fordert ganzen Einsatz an Körper, Geist und
Zeit. Sie ist nicht nur Ausbildung, sondern vor allem Erziehung.
Segelfliegen verlangt vom Piloten sehr viel fliegerisches Gefühl. Jede
Unfeinheit am Steuerknüppel schlägt sich in Höhenverlust nieder und kann
nicht durch den Gashebel korrigiert werden. Der Segelflieger nützt
dynamische Aufwinde (Hangaufwind), vertikale Luftströmungen über
erwärmten Gebieten (Thermiksegelflug), Gewitterfronten sowie Aufwinde in
größerer Höhe auf der Leeseite von |
Gebirgen (Wellensegelflug) aus, um
bei seinem Flug Höhe zu gewinnen und größere Strecken fliegen zu können.
| Die Luft ist das Element des Segelfliegers; keine andere Sportart hängt so
vom Wettergeschehen ab wie der Segelflugsport. Schließlich, aber nicht
zuletzt ist Segelflug ein ausgesprochener Kameradschaftssport. Jeder
Segelflieger braucht bei seinem Flug Kameraden, die für ihn am "Boden"
bleiben, die beim Startvorgang helfen, ihn in die Höhe schleppen und nach
einer Außenlandung auch wieder mit dem Transportwagen zurückholen, falls er
bis zum Sonnenuntergang sein Flugziel nicht erreicht hat. |
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