Fliegen im Aero-Club ROBA Rottweil-Balingen-Oberndorf  
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    Die 10 häufigsten Fragen Sonntag, 5. September 2010
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Wenn Vereinsmitglieder mit Leuten sprechen, die noch nie was mit Segelfliegen zu tun gehabt haben und sich unter diesem tollen Hobby auch nichts vorstellen können, dann werden oft die gleichen Fragen gestellt: Ist das teuer? Kann ich das etwa auch machen? Wie lange dauert das? Was muss ich dafür können oder wissen?
Vieles kann man dann gar nicht so ausführlich erklären, wie man es eigentlich gerne würde.
Um einen ersten Eindruck vom Hobby "Segelfliegen" zu vermitteln und um die am meisten gestellten Fragen kurz und bündig zu beantworten, haben wir eine Liste mit den 10 meistgestellten Fragen (und Antworten) erstellt.

1. Ist Segelfliegen teuer? [Antwort]
2. Wieviel kostet der Schein? [Antwort]
3. Wieviel kostet eine Flugstunde? [Antwort]
4. Darf ich mit Brille fliegen? [Antwort]
5. Wie lange dauert es, den Flugschein zu machen? [Antwort]
6. Wie lange dauert es, bis ich alleine fliegen darf? [Antwort]
7. Muss ich viel Theorie lernen? [Antwort]
8. Muss ich vor Beginn der praktischen Ausbildung Theoriestunden nehmen? [Antwort]
9. Wieviel Zeit muss ich aufwenden, um Segelfliegen zu lernen? [Antwort]
10. Ist Segelfliegen gefährlich? [Antwort]
 


1. Ist Segelfliegen teuer?

Sicher teurer als Fußball spielen oder Briefmarken sammeln, aber nicht teurer im Vergleich zu anderen etwas aufwändigeren Sportarten wie z. B. Tennis, Reiten oder Skilaufen.
Was es genau kostet ist in folgender Auflistung zu sehen:

Keine Aufnahme- und Typengebühren.

Beitrag: 12,50 €/Monat = 150 €/Jahr(Schüler, Student)
16,67 €/Monat = 200 €/Jahr(Geldverdiener)
Flugstunde: 13,80 - 7,80 - 0 € (abhängig von der Dauer; nach der 5. Stunde kostenlos)

Startgebühr: 4,50 € (Winde)

Schulflugpauschale Segelflug
Verdiener je Schulflug 8,00 EUR
Nichtverdiener je Schulflug 5,50 EUR
Schulflüge im Rahmen der Ausbildung zum Segelflugzeugführer werden bis zum 1. Alleinflug pauschal abgerechnet, d.h. der Betrag enthält die Flug- und die Windenstartgebühr bei Starts an der ROBA-Winde. Für Schulflüge nach dem 1. Alleinflug wird nicht mehr die Pauschale berechnet, sondern die oben genannten Flug- und Startgebühren.

Was also das Segelfliegen im Jahr kostet sollen zwei Rechenbeispiele verdeutlichen:

Beispiel 1: Flugschüler (Schüler/Student) mit durchschnittlicher Winterarbeit (50 Stunden)
60 Starts = 60 · 4,50 € = 270 €
10 Flugstunden = 10 · 13,80 € = 138 €
Jahresbeitrag = 150 €
Summe = 558 €/Jahr = etwa 46,50 €/Monat

Beispiel 2: "Scheininhaber" mit durchschnittlicher Winterarbeit (25 Stunden)
30 Starts = 30 · 4,50 € = 135 €
30 Flugstunden = 20 · 13,80 € + 10 · 7,80 = 354 €
Jahresbeitrag = 200 €
Nicht geleistete Werkstattstunden(25/50) 25 · 8 € = 200 €
Summe = 791 €/Jahr = etwa 66 €/Monat

Hinzu kommen Fahrtkosten zum Flugplatz, die sich durch Fahrgemeinschaften in Grenzen halten. Alle 2 Jahre der Fliegerarzt für ca. 60 € und die eine oder andere Kiste Bier, die zu diversen selbst verschuldeten Anlässen auszugeben ist

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2. Wieviel kostet der Schein?


Der Schein selbst kostet eine geringe Prüfungsgebühr und die Verwaltungsgebühr bei der ausstellenden Behörde.
Die Ausbildung selbst kostet nichts, da die Fluglehrer des Vereins die Ausbildung ehrenamtlich machen. Mit Fluglehrer fliegen kostet dasselbe wie alleine fliegen. Die Kosten entstehen durch das Fliegen, nicht durch die Ausbildung.

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3. Wieviel kostet eine Flugstunde?

Im Sinne "Ausbildungsstunde": nichts (siehe Antwort zu Frage 2);
im Sinne "eine Stunde fliegen", ob mit oder ohne Fluglehrer: siehe Antwort zu Frage 1.

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4. Darf ich mit Brille fliegen?

Ja!
Bei einer Korrekturstärke von mehr als 5 Dioptrien ist jedoch die Grenze. Da nützt auch die Brille nichts mehr.
Weitere gesundheitliche Ausschlusskriterien sind:
- Rot-Grün-Blindheit
- Diabetes
- Epilepsie
- Herzinfarkt

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5. Wie lange dauert es, den Flugschein zu machen?
6. Wie lange dauert es, bis ich alleine fliegen darf?


Bis zum Schein dauert es im Verein in der Regel ca. 2-3 Jahre.
Alleine fliegen darf man aber schon lange vorher. In der Regel nach ein paar Wochen oder Monaten, sobald der Fluglehrer einem zutraut, das Flugzeug wieder heil zur Erde zu bringen.
Der erste Alleinflug (A-Prüfung) ist das Ende des 1. Ausbildungsabschnitts, aber nicht das Ende der Ausbildung. Diese endet mit dem sog. "Luftfahrerschein".
Merke: Der Spaß am Fliegen beginnt nicht erst mit dem Schein, sondern am ersten Tag, den man im Flugzeug sitzt.

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7. Muss ich viel Theorie lernen?

Nicht ganz wenig, aber über die Dauer der Ausbildung von meist 2 Jahren verteilt. Viel lernt man nebenbei während des Flugbetriebs, einen Teil im vereinsinternen Unterricht, den Rest knallt man sich kurz vor der Prüfung in ein paar Tagen in den Kopf.

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 9. Wieviel Zeit muss ich aufwenden, um Segelfliegen zu lernen?

Leider recht viel. Wer an einem Tag fliegen will, sollte den ganzen Tag (von 10 Uhr bis ca. 18 Uhr) am Flugplatz verbringen. Wer gerade nicht fliegt, hilft bei der Durchführung des Flugbetriebs (Flugzeuge schieben, Winde fahren, Seile ausziehen, Seil einklinken, Startliste schreiben, morgens Start und Flugzeuge aufbauen, abends abbauen). Zwischendurch auch Nichtstun und in der Sonne liegen, aber ständig einsatzbereit, wenn´s was zu tun gibt. Im Winter, wenn nicht geflogen wird, werden Wartungsarbeiten und kleine Reparaturen an den Flugzeugen durchgeführt ("Winterarbeit", Sollstunden: 50 pro Saison). Das Verhältnis von Flugzeit zu insgesamt eingesetzter Zeit liegt meist deutlich unter 10 %.
So darf man das als Segelflieger jedoch nicht betrachten. Denn der Aufenthalt am Flugplatz ist auch schön, wenn man nicht fliegt. Schöne Gegend, nette Leute, immer an der frischen Luft, Zelten und Lagerfeuer, kurz: Urlaub, Erholung vom Alltag, Vergessen aller Probleme aus dem "normalen" Leben.
Insbesondere während der Ausbildung empfiehlt es sich, wenn´s zügig voran gehen soll, die meisten Frühlings- und Sommerwochenenden und möglichst einen Lehrgang (1 oder 2 Wochen am Stück) jeden Tag am Flugplatz zu verbringen. Es gibt aber keine Verpflichtung zu kommen.

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10. Ist Segelfliegen gefährlich?

Es gibt natürlich Gefahren wie überall im Leben. Unfälle sind selten und fast immer auf Fehlverhalten des Piloten zurückzuführen. Durch unsere gewissenhafte, sehr auf Sicherheit ausgerichtete Ausbildung wird das Unfallrisiko sehr niedrig gehalten.

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